Atemwegserkrankungen

Atemwegserkrankungen

Sowohl die Erkältung als auch die Grippe zählt man zu den sogenannten Atemwegserkrankungen.
Doch das Spektrum der Atemwegserkrankungen ist damit noch längst nicht abgedeckt. So zählen beispielsweise auch Asthma, Bronchitis, die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD), die Rachenentzündung, die Mandelentzündung und die Nasennebenhöhlenentzündung zu den Atemwegserkrankungen.

Besonders häufig entwickeln sich die Mandelentzündung, die Nasennebenhöhlenentzündung und auch die Bronchitis, wenn wir an einer Erkältung leiden. Die Viren, die eine Erkältung ausgelöst haben, bereiten dann anderen Krankheitserregern, den Bakterien, den Weg und so entstehen Bronchitis, Sinusitis oder eine Mandelentzündung. Man spricht hier auch von einer bakteriellen Superinfektion, also einer Zweitinfektion. Häufig verlagert sich dann die Erkrankung von den oberen auf die unteren Atemwege (Etagenwechsel).

Mitunter ist es nicht immer ganz einfach, zu unterscheiden, ob es sich noch um eine herkömmliche Erkältung handelt, oder ob vielleicht bereits eine Bronchitis, eine Mandelentzündung oder auch eine Sinusitis vorliegt.

Um bei einem Infekt die Symptome besser deuten zu können und zu wissen, was im Falle eines Falles zu tun ist, haben wir hier alle wichtigen Hintergrundinformationen für Sie zusammengestellt:

Unsere Atmung besser verstehen

Unser Atem ist die Basis unseres Lebens. Atmung, das bedeutet grundsätzlich, dass wir Sauerstoff aufnehmen und Kohlendioxid wieder abgeben. Erwachsene tätigen etwa 16 bis 20 Atemzüge pro Minute, Neugeborene bis zu 45 Atemzüge pro Minute.

Man unterscheidet die oberen und die unteren Atemwege:
Zu den oberen Atemwegen zählen die Nase, die Nasennebenhöhlen sowie der Rachen mit den Mandeln. Bronchien und Lunge zählen zu den unteren Atemwegen. Hier findet auch der Gasaustausch statt. Auch die Rippen, das Zwerchfell und die rechte Herzhälfte sind an der Atmung beteiligt.

Unsere Atemwege sind nicht nur für die Sauerstoffzufuhr und den Abtransport von Kohlendioxid zuständig. Hinzu kommt, dass uns die Atemwege auch schützen, zum Beispiel werden über die Flimmerhärchen der Schleimhaut in der Nase auch Krankheitserreger wie Viren oder Bakterien abgewehrt.

Diese Ursachen können Atemwegserkrankungen haben

Atemwegserkrankungen können unterschiedliche Ursachen haben. Zu den häufigsten Faktoren, die schädlich für unsere Atemwege sein können, zählen:

  • Nikotin
  • Umweltgifte
  • Allergene
  • Trockene Luft
  • Bakterien
  • Viren

Das Rauchen gilt als eine der Hauptursachen einer chronischen Atemwegserkrankung: der COPD. COPD, das bedeutet „chronic obstructive pulmonary disease“, zu Deutsch auch chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Die Betroffenen leiden bei dieser Form der Atemwegserkrankung zunächst unter Husten mit Auswurf, später zunehmend unter Atemnot. COPD gilt als eine der vierthäufigsten Todesursachen in den Industrienationen.

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