COPD (Chronisch obstruktive Bronchitis)

COPD (Chronisch obstruktive Bronchitis)

COPD. Diese Abkürzung stammt aus dem Englischen und steht für chronic obstructive pulmonary disease. Im Deutschen nennt man diese Erkrankung „chronisch obstruktive Bronchitis“, „chronisch obstruktive Atemwegserkrankung“ oder „chronisch obstruktive Lungenerkrankung“. Die Begriffe werden synonym verwendet.

Als Hauptauslöser für die COPD gilt das Rauchen. Unter Erwachsenen in Deutschland sind 10 -15 Prozent von COPD betroffen. Und was viele nicht wissen: COPD ist die vierthäufigste Todesursache in den Industrieländern. Tendenz steigend. Bis 2020 soll die COPD laut Prognose der Weltgesundheitsorganisation in dieser traurigen Hitliste bereits auf den dritten Platz vorgerückt sein!

Lesen Sie hier alles über die Ursachen von COPD.

Abgrenzung: COPD und chronische Bronchitis

Bei der chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung handelt es sich um eine fortschreitende und irreversible (nicht rückgängig machbare) Erkrankung der Lunge, die mit einer Verengung der Bronchien (Obstruktion = Verengung) einhergeht. Die Obstruktion macht sich als Atemnot spürbar, die zusätzlich zu Husten und Auswurf auftritt. Zum Vergleich die Definition der chronischen Bronchitis: Eine chronische Bronchitis liegt dann vor, wenn Husten und Auswurf an den meisten Tagen der Woche über mindestens drei Monate eines Jahres in zwei aufeinanderfolgenden Jahren bestehen. Bei einer chronischen Bronchitis ist Atemnot kein typisches Zeichen.

Allerdings wird die chronische Bronchitis heute als Vorstufe einer chronisch obstruktiven Bronchitis betrachtet. Nicht aus jeder chronischen Bronchitis muss natürlich COPD werden. Aber sie begünstigt die Entstehung einer COPD.

Wichtig:

Auch die COPD macht sich im Anfangsstadium „nur“ mit Husten und Auswurf bemerkbar, Atemnot tritt nicht zwingend auf. Es besteht also potentielle Verwechslungsgefahr zwischen einer chronischen und einer chronisch obstruktiven Bronchitis. Eine Lungenfunktionsprüfung kann hier Aufschluss geben.

Mehr über die Diagnose von COPD lesen Sie hier.

Auswurf, Husten, Atemnot: Die typischen Symptome der COPD

Typisch bei COPD sind im frühen Stadium Husten und Auswurf, vor allem morgens klagen die Patienten über vermehrtes Abhusten von Schleim. Die Erkrankung schreitet fort und geht dann mit zunehmender Atemnot einher. Zunächst bei (geringer) Belastung – wie zum Beispiel beim Treppensteigen - später auch in Ruhe.

Mehr über die Symptome von COPD lesen Sie hier.

Die Betroffenen fühlen sich stark in ihrer Lebensqualität beeinträchtig, die Angst vor einem nächsten Anfall von Atemnot schwingt mit. Hinzu kommt die Möglichkeit der sogenannten Exazerbation, also der deutlichen Verschlimmerung der Symptome, zum Beispiel durch eine Infektion der Atemwege mit Viren oder Bakterien. Hier kann ein Krankenhausaufenthalt oder die mechanische Beatmung des Patienten notwendig sein. Umso wichtiger, dass die Patienten gegen Influenza (Grippe) und Pneumokokken (als Auslöser der Lungenentzündung) geimpft sind. So kann man diesen Exazerbationen entgegen wirken. Grundsätzlich besteht bei COPD die Gefahr einer Überblähung der Lunge und damit der Bildung eines Lungenemphysems. Dieses Lungenemphysem ist nicht reversibel, das heißt, es kann nicht rückgängig gemacht werden.

Weitere Hintergrundinformationen über die Symptome von COPD haben wir hier für Sie zusammengestellt.

COPD behandeln

Zunächst gilt für alle COPD-Patienten: Mit dem Rauchen muss unbedingt aufgehört werden! Der Rauchstopp ist Grundvoraussetzung für eine effektive Therapie.

Die medikamentöse Therapie der COPD orientiert sich an den jeweils vorliegenden Symptomen (Stufentherapie). Dabei geht es einerseits darum, die Symptome zu lindern, andererseits auch darum, den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen. Wichtig ist auch die Mitarbeit des Patienten. Er kann lernen, wie er sich in Situationen mit Atemnot zu verhalten hat. Für den Fall eines Atemnot-Anfalls sollte ein COPD-Patient ein Inhalationsspray bei sich haben, das einen bronchienerweiternden Effekt hat. Auch körperliches Training und Atemgymnastik können hilfreich sein.

Eine COPD ist nicht heilbar, kann aber in ihrem Verlauf durch Medikamente beeinflusst werden. Und: Die medikamentöse Therapie als auch das Training des Patienten können insofern dazu beitragen, die Symptome zu lindern und auch die Lebensqualität des Betroffenen deutlich zu erhöhen.

Hier lesen Sie Wissenswertes zu Therapie von COPD.

COPD: Abgrenzung zu anderen Krankheiten

Es gibt einige Krankheiten, von denen COPD abgegrenzt werden muss (Differentialdiagnose). Zu diesen Krankheiten zählt das Asthma (Asthma bronchiale) ebenso, wie beispielsweise Tuberkulose oder auch das Bronchialkarzinom.

Weitere Informationen zur Diagnose von COPD lesen Sie hier.
Gut zu wissen: Informationen zur Vorbeugung von COPD.

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