Sinusitis (akut)

Sinusitis (akut)

Unter einer Sinusitis versteht der Mediziner eine akute oder chronische Entzündung der Nasennebenhöhlenschleimhaut mit Sekretbildung. Die Sinusitis – oder auch Nasennebenhöhlenentzündung – ist bei uns keine Seltenheit. Schätzungen zufolge erkrankt in Deutschland etwa jeder siebte einmal im Jahr an einer Sinusitis.

Typisch ist, dass sich die Nasennebenhöhlenentzündung auf der Basis eines grippalen Infekts entwickelt, meist sind dann Bakterien mit im Spiel. Ein simpler Schnupfen ist also häufig der Vorläufer für eine akute Sinusitis.

Dabei staut sich das Sekret in den Nasennebenhöhlen – der ideale Nährboden für Bakterien, die hier eine Entzündung der Nebenhöhlen hervorrufen. Anatomische Engstellen wie beispielsweise eine Verkrümmung der Nasenscheidewand können eine akute Sinusitis begünstigen.

Typisch bei einer Sinusitis ist ein unangenehmer Druck im Kopf- und Stirnbereich, der sich beim Bücken verstärkt. Kopfschmerzen, Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl sind typische Begleiterscheinungen einer Sinusitis. Auch ein möglicherweise eitriger Schnupfen kann hinzukommen. Sollten diese Symptome bei Ihnen oder Ihrem Kind auftreten, empfiehlt sich der Gang zu einem Hals-Nasen-Ohrenarzt oder Ihrem Hausarzt.

Eine Sinusitis wird in der Regel mit abschwellenden Nasentropfen, Nasensprays, Spülungen sowie Inhalationen behandelt. Sind Bakterien mit im Spiel, kann die Gabe von Antibiotika angebracht sein.

In der Regel läuft dann eine Sinusitis unkompliziert innerhalb von kurzer Zeit ab.

Gut zu wissen: Chronische Sinusitis

Noch ein Hinweis: Sollten Sie sehr häufig unter einer Sinusitis leiden, könnte es sich um eine chronische Sinusitis handeln. Von einer chronischen Sinusitis spricht man bei Erwachsenen im Allgemeinen dann, wenn eine Nasennebenhöhlenentzündung öfter als vier Mal im Jahr auftritt bzw. die Symptome länger als 8 Wochen am Stück anhalten. Bei Kindern wird eine chronische Sinusitis diagnostiziert, wenn sie öfter als 6 Mal im Jahr an einer Sinusitis erkranken bzw. die Symptome länger als 12 Wochen am Stück anhalten.

Typischer Weise sind die Symptome bei einer chronischen Sinusitis nicht ganz so ausgeprägt wie bei einer akuten Sinusitis. Die Betroffenen klagen über Kopfschmerzen, vermehrte Anfälligkeit für Infekte, eine ständig laufende Nase (oft gelblich-grünes eitriges Sekret) sowie Nasensekret, das den Rachen hinab läuft. Husten, Auswurf und Atembeschwerden können hinzukommen.

Bei einer chronischen Sinusitis könnten zum Beispiel allergische Reaktionen, Polypen oder auch anatomische Engstellen (Verkrümmung der Nasenscheidewand) mit im Spiel sein. Bei Kindern sind häufig vergrößerte Rachenmandeln verantwortlich. In diesem Fall muss zunächst Ursachenforschung betrieben werden. Ein Allergietest, eine Nasenspiegelung sowie eine Endoskopie oder auch Röntgenaufnahmen und eine Computertomographie können Klarheit verschaffen.

Neben der Behandlung der akut auftretenden Symptome (abschwellende Nasensprays, Antibiotika, Inhalation) geht es bei der chronischen Form der Sinusitis verstärkt darum, die Ursachen zu beheben. In Frage kommen hier:

  • Kontakt mit Allergenen (Pollen, Milben etc.) meiden
  • Eine antiallergische Therapie (z.B. mit Antihistaminika bei Heuschnupfen)
  • Eine endoskopisch durchgeführte Operation, um Polypen zu entfernen bzw. Engstellen zu beseitigen
  • Bei Kindern: Operative Entfernung vergrößerter Rachenmandeln

Ziel ist immer, eine ausreichende Belüftung der Nasennebenhöhlen wieder herzustellen.

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