Erkältung bei Kindern

Erkältung bei Kindern

Erkältungen bei Kindern sind relativ häufig. Vor allem dann, wenn die Kleinen in Krippe, Kindergarten oder Schule in engen Kontakt mit anderen Kindern kommen, haben Viren leichtes Spiel. Sie werden schließlich durch Tröpfchen übertragen, also zum Beispiel beim Niesen oder auch ganz einfach beim Sprechen.

Interessant zu wissen: Während Kinder im Kindergarten sogar bis zu 8 Mal einen Atemwegsinfekt haben, sind es bei Kindern im Schulalter nur noch etwa 4 Mal. Der Grund: Das Immunsystem hat sich in der Abwehr von Erkältungsviren geübt und kann jetzt dem Angriff besser Stand halten.

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen und Fieber sind die unangenehme Folge eines grippalen Infekts. Und natürlich ist das Gequengel groß: Welches Kind liegt schon gerne krank zu Hause, während die anderen draußen spielen? So wird die Erkältung häufig zur nervlichen Zerreißprobe für Eltern und Kinder. Nicht zuletzt kann natürlich keine Mutter und kein Vater sein Kind leiden sehen und man will möglichst alles dafür tun, damit die Erkältung schnell überstanden ist!

Tipps zur Behandlung von Erkältung bei Kindern

Sollte Ihr Kind an Husten, Schnupfen, Fieber und Halsweh im Rahmen einer Erkältung leiden, ist es ratsam, gewisse Tipps zu berücksichtigen. Denn der kleine Organismus reagiert auf bestimmte Wirkstoffe – auch pflanzlicher Art – teilweise anders als der von Erwachsenen. Kinder benötigen häufig weitaus geringere Dosierungen, manche Wirkstoffe sind für Kinder gar nicht geeignet.

Fragen Sie in der Apotheke gezielt nach Erkältungspräparaten, die speziell für Kinder gedacht sind. Diese enthalten den Wirkstoff in einer geeigneten Dosierung. Erkundigen Sie sich auch immer genau, für welches Alter das jeweilige Präparat gedacht ist. So besteht häufig ein Unterschied zwischen Dosierungen für Säuglinge und Kleinkinder oder für Schulkinder.

In der Regel sind bei Kindern sanfte Hausmittel bzw. gut verträgliche Pflanzenmedizin eher angebracht, als chemisch-synthetische Arzneimittel.

Grundsätzlich gilt: Sollten Sie Zweifel daran haben, ob ein gewisses Medikament für Ihr Kind in Frage kommt oder ob die Beschwerden nicht doch zu stark sind, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen.

Alles Wissenswerte rund um typische Erkältungsbeschwerden bei Kindern sowie die besten Tipps zur Behandlung finden Sie hier:

Wann sollte man mit einem erkälteten Kind zum Arzt gehen?

In der Regel ist es ratsam, bei folgenden Symptomen den Arzt aufzusuchen:

  • Wenn Babys Fieber haben
  • Bei Fieber über 38 Grad, bei Kleinkindern schon bei 37,8 Grad
  • Bei starker Müdigkeit und Abgeschlagenheit des Kindes
  • Bei Essensverweigerung
  • Bei anhaltendem Husten
  • Bei Ohrenschmerzen
  • Bei starken Halsschmerzen und Schmerzen beim Schlucken
  • Bei schlagartig hohem Fieber
  • Wenn das Fieber trotz Wadenwickel nicht sinkt
  • Wenn sich ein Hautausschlag entwickelt
  • Wenn der Auswurf des Hustens eine gelb-grüne Farbe annimmt
  • Wenn das Nasensekret nicht mehr klar, sondern gelb-grün ist
  • Bei Atemproblemen

Erkältetes Kind: Worauf Sie sonst noch achten sollten

Wichtig ist, dass Ihr Kind ausreichend trinkt. Wasser und Kräutertee sind ideal. Bei Halsschmerzen sind Fruchtsäfte weniger geeignet, da die Säure den wunden Rachen angreifen kann.

Sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung und Befeuchten Sie die Raumluft (Feuchtes Tuch über der Heizung).

In der Regel haben Kinder bei einer Erkältung wenig Appetit. Das sollte man zunächst respektieren und das Kind nicht zum Essen zwingen. Es weiß gerade selbst ganz gut, was ihm bekommt und was nicht. Allerdings sollte bei anhaltender Appetitlosigkeit der Arzt kontaktiert werden.

Wenn ihr Kind doch ein wenig Appetit hat: Ideal sind leicht verdauliche Speisen wie beispielsweise eine selbst gemachte Hühnersuppe, ein Brei oder auch Milchreis. Natürlich ist auch Obst in kleinen Stückchen zu empfehlen. Alternativ kann es auch ein Apfelmus sein. Gerade wenn Schluckbeschwerden auftreten, ist das häufig weitaus angenehmer, als feste Speisen.

Ein heißes Bad ist nicht geeignet, wenn Fieber im Spiel ist. Achten Sie bei Fieber auch darauf, die Bettwäsche und die Kleidung regelmäßig zu wechseln.

Ihr Kind braucht jetzt Ruhe! Vor allem wenn es Fieber hat, ist Bettruhe angezeigt.

Liebe und Zuwendung: Die beste Medizin bei kranken Kindern

Für Kinder ist krank sein immer „doof“. Der Husten quält einen, der Kopf pocht und der Schnupfen macht das Amten schwer. Und noch dazu: Die anderen toben draußen herum und man selbst soll das Bett hüten? Nein, das macht wirklich keinen Spaß!

Umso wichtiger ist es, dass Sie jetzt ihrem kranken Kind noch mehr Liebe und Zuwendung geben als ohnehin.

Bei hohem Fieber gehört das Kind natürlich grundsätzlich ins Bett. Aber sollte es Ihnen möglich sein, verlagern Sie doch das Bettzeug ins Wohnzimmer und richten Sie auf dem Sofa ein gemütliches Plätzchen für Ihr Kind ein. Hier hat das Kind Anschluss und fühlt sich nicht allein.

Und natürlich: Sobald es den Kindern ein wenig besser geht, ist die Langeweile groß. Nehmen Sie sich die Zeit und machen Sie Ihrem Kind die Zeit des Krankseins so schön wie möglich. Zum Beispiel beim Malen, mit Brettspielen oder auch mit Vorlesen. Wichtig: Herumtoben und körperliche Anstrengung sind tabu, bis auch das letzte Symptom abgeklungen ist.

Wichtig zu wissen

Arzneimittel gibt es speziell für Kinder in der geeigneten Dosierung. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Kinder mit Fieber ab 38 Grad (Kleinkinder ab 37,8 Grad) sollten zum Arzt!

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