Was tun bei Fieber?

Was tun bei Fieber?

Fieber ist ein häufiges Begleitsymptom bei einer Erkältung, wenngleich Fieber für eine Erkältung weit weniger typisch ist, als Symptome wie Husten, Schnupfen und Heiserkeit.

Fieber ist bei einer Erkältung in der Regel nur mäßig hoch (bis 39 Grad), während eine echte Grippe (Influenza) meist mit hohem Fieber einhergeht.

Hier lesen Sie mehr über das Symptom Fieber.

Muss man Fieber unbedingt senken?

Wichtig ist, zu verstehen: Fieber ist eigentlich ein gutes Zeichen! Es signalisiert uns: Das Immunsystem leistet gerade Schwerstarbeit, um die Erkältungsviren in die Flucht zu schlagen. Insofern raten Experten auch, Fieber nicht in jedem Fall zu senken. Bis 38,5 Grad besteht dazu nicht unbedingt Anlass. Im Zweifelsfall sollten Sie aber einen Arzt aufsuchen, wenn das Fieber auf 39 Grad steigt bzw. wenn Ihr Kind Fieber von über 37,8 bis 38 Grad Celsius hat.

Hier finden Sie mehr über Fieber bei Kindern und die geeignete Behandlung.

Hilfe bei Fieber aus der Apotheke

Sollte also das Fieber höher steigen bzw. haben Sie starke Kopfschmerzen und Gliederschmerzen und entsprechend das Gefühl, etwas gegen das Fieber unternehmen zu wollen, stehen verschiedene rezeptfreie Fiebersenker zu Verfügung. Zu den klassischen Wirkstoffen zählen Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen. Diese wirken gleichzeitig schmerzlindernd.

Acetylsalicylsäure ist für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet, Paracetamol hingegen kann bereits bei Kleinkindern angewendet werden.

Acetylsalicylsäure geht häufig mit Nebenwirkungen einher, insbesondere Magen und Darm werden durch diesen Wirkstoff belastet.

Grundsätzlich sollten Schmerzmittel bzw. Fiebermittel nicht längerfristig eingenommen werden. Alternativ können bei Fieber auch homöopathische Mittel (z.B. Globuli) eingesetzt werden. Hier spielen insbesondere Ferrum phosphoricum, Eupatorium perfoliatum und Eucalyptus globulus eine wichtige Rolle.

Sanfte Hilfe aus der Natur bei Fieber

Auch bei Fieber bietet die Natur ein großes Reservoir an Heilpflanzen mit fiebersenkender Wirkung. Zu den wichtigsten Heilpflanzen, die bei Fieber Anwendung finden, zählen Flieder, Lindenblüten, Holunderblüten, Weidenrinde oder Kamille. Diese Pflanzenextrakte werden idealer Weise in Form von entsprechenden Tees zugeführt.

Lindenblütentee ist übrigens auch perfekt für eine Schwitzkur geeignet. Für einen Tee übergießen Sie einen Teelöffel der Lindenblüten mit siedend heißem Wasser. Anschließend 5 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb geben. Idealerweise trinken Sie mehrmals täglich eine Tasse Lindenblütentee.

Bewährte Hausmittel bei Fieber

Zu einem der bewährtesten Hausmittel bei Fiebern zählt der gute alte Wadenwickel.

Wadenwickel – so funktioniert´s:

Legen Sie unter jede Wade ein trockenes Tuch. Anschließend umwickeln Sie die Wade mit einem Tuch, das mit Wasser befeuchtet wurde. Das Wasser sollte Zimmertemperatur haben.

Anschließend umwickeln Sie den feuchten Wickel noch mit einem trockenen Tuch. Sobald die Tücher Körpertemperatur angenommen haben (ca. 15 Minuten), sollten diese ausgewechselt werden. Pro Tag etwa 5 bis 6 Mal.

Alternativ können Sie auch nasse Strümpfe anwenden: Ein Paar Strümpfe mit zimmerwarmen Wasser durchtränken und anziehen. Anschließen trockene Wollstrümpfe drüberziehen – fertig!

Achtung:

Steigt das Fieber trotz Wadenwickel/ nasser Strümpfe weiter an und ist keine Besserung in Sicht, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen.

Allgemeine Tipps bei Fieber

Schwitzen, schwitzen, schwitzen! Decken Sie sich zu und halten Sie sich warm – insbesondere, wenn Sie Schüttelfrost haben. Sorgen Sie dafür, dass der Körper nicht unnötig auskühlt. Wechseln Sie „durchgeschwitzte“ Kleidung so oft wie möglich.

Trinken Sie ausreichend. So gleichen Sie den Verlust an Flüssigkeit, der durch das starke Schwitzen ausgelöst wurde, schnell wieder aus. Ideal sind heiße Getränke, wie zum Beispiel Lindenblütentee.

Gönnen Sie sich ausreichend Ruhe! Nicht umsonst heißt es: Schlaf ist die beste Medizin.

Wann zum Arzt?

In diesen Fällen sollte bei Fieber der Arzt aufgesucht werden:

  • Temperatur von über 39 Grad bei Erwachsenen, über 37,7 bis 38 Grad bei Kindern
  • Bei Fieber, das bei Babys auftritt, die jünger als 6 Monate sind
  • Wenn Fieber auftritt, das ohne Begleitsymptome einhergeht
  • Wenn Hautausschlag hinzukommt
  • Wenn sich der Allgemeinzustand verschlechtert bzw. das Fieber zum Beispiel trotz Wadenwickel weiter ansteigt
  • Bei chronischen Krankheiten

Sollten Sie nicht sicher sein – im Zweifelsfall lohnt sich immer der Gang zum Experten!

Do:

  • Wadenwickel
  • Ruhe
  • Wärme
  • Viel Flüssigkeit

Don´t:

  • Acetylsalicylsäure ist nicht für Kinder geeignet
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