Was tun bei Schnupfen?

Behandlung von Kopfschmerzen bei Erkältung

Die verstopfte Nase bzw. die laufende Nase kennt jeder, der schon mal erkältet war. Der Schnupfen ist neben Husten und Halsschmerzen eines der typischsten Symptome bei einem grippalen Infekt.

Allerdings kann eine laufende Nase auch Symptom einer Nasennebenhöhlenentzündung sein bzw. im Rahmen einer Allergie wie Heuschnupfen auftreten.

Hier lesen Sie mehr über Schnupfen und die Abgrenzung von Erkältungsschnupfen zu andere Schnupfenarten wie Heuschnupfen.

Die Behandlung von Schnupfen: Worauf kommt es an

Grundsätzlich stehen in der Apotheke verschiedene Präparate zur Verfügung, die zur Behandlung von Schnupfen angewendet werden können. Von Tabletten und Kombinationspräparaten gegen Schnupfen raten Experten allerdings eher ab, da diese Müdigkeit fördern und auch das Herz-Kreislauf-System unnötig belasten können. Besser sind Nasentropfen oder Nasensprays zum Beispiel mit Xylometazolin. Diese bewirken ein Abschwellen der Nasenschleimhaut und erleichtern das Durchatmen. Emser Salz und Meerwassernasensprays können genutzt werden, um die Schleimhäute der Nase zu befeuchten. Wirkstoffe wie Cineol können zur Verflüssigung des Sekrets beitragen und so der Entstehung einer Sinusitis vorbeugen.

Wer auf Arzneistoffe verzichten möchte, der kann bei Schnupfen auch eine Nasendusche anwenden.

Der richtige Gebrauch von Nasenspray bzw. Nasentropfen

Abschwellendes Nasenspray sorgt dafür, dass sich die Schwellung der Nasenschleimhaut, die beim Schnupfen auftritt, zurückbildet und entsprechend das Atmen erleichtert wird. Das Problem: Wird ein Nasenspray zu lange kontinuierlich angewendet, kann es sein, dass sich die Nase daran gewöhnt und entsprechend immer häufiger nach Nasenspray verlangt. Ein Teufelskreis – Nasensprayabhängigkeit ist in Deutschland keine Seltenheit.

Um dieser Gefahr vorzubeugen, sollten Sie ein Nasenspray mit abschwellender Wirkung nicht länger als 7 Tage am Stück anwenden, ohne vorher mit dem Arzt darüber zu sprechen. So genutzt steht einer effektiven Behandlung mit Nasenspray aber nichts mehr im Wege und Sie laufen auch nicht in die Gefahr einer Nasensprayabhängigkeit. In diesem Zusammenhang ebenfalls sinnvoll: Schnupfensprays der neueren Generation verfügen zusätzlich zum abschwellenden Wirkstoff noch über den Schleimhautschutz Dexpanthenol. Durch Nasensprays mit zusätzlichem Dexpanthenol wird die Heilung der wunden Nasenschleimhaut gezielt unterstützt.

Bei Kindern sollten Sie darauf achten, Nasensprays speziell für Kinder zu verwenden. Diese enthalten die Wirkstoffe in der richtigen Dosierung für die kleinen Patienten.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Schnupfen bei Kindern.

Sanfte Hilfe aus der Natur bei Schnupfen

Um dem Festsetzen des Schnupfens entgegen zu wirken und eine verstopfte Nase zu kurieren, können Tees aus Kamille, Fenchel oder auch Zwiebel getrunken werden. Pfefferminze oder Eukalyptus können in Form von ätherischem Öl bei einer Inhalation angewendet werden.

Hausmittel bei Schnupfen

Inhalationen, z.B. mit Salzwasser oder ätherischem Öl (Pfefferminze oder Eukalyptus) können helfen, die Atmung durch die Nase zu verbessern, wenn Sie unter einer verstopften Nase leiden. Achtung: Ätherisches Öl ist für Kleinkinder und Säuglinge nicht geeignet.

Achtung:

Ätherisches Öl ist für Kleinkinder und Säuglinge nicht geeignet.

Eine kräftige Hühnersuppe mit Ingwer trägt ebenso dazu bei, das Abschwellen der Nasenschleimhaut zu unterstützen.

Auch das „Salzwasser Hochziehen“ hat sich bei Schnupfen und verstopfter Nase bewährt: Dazu wird Salz in warmes Wasser gemischt und anschließend aus der Hand zunächst durch das eine, anschließend durch das zweite Nasenloch hochgezogen. Halten Sie sich dabei jeweils das andere Nasenloch zu und wiederholen Sie diesen Vorgang mehrmals täglich. Alternativ kann natürlich auch eine Nasendusche aus der Apotheke angewendet werden.

Weitere Tipps bei Schnupfen

Bei Schnupfen gilt grundsätzlich: Trinken Sie ausreichend, damit das Abfließen des Nasensekrets verbessert wird.

Wichtig ist auch eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit, damit auch die Nasenschleimhäute befeuchtet werden. Stellen Sie zu diesem Zweck zum Beispiel ein Schälchen mit Wasser auf die Heizung. Alternativ tut es auch ein feuchtes Tuch, das über den Heizkörper gelegt wird.

Lüften Sie regelmäßig und schlafen Sie mit hochgelagertem Kopf, so dass der Schleim besser abfließen kann.

Achten Sie beim Schnäuzen darauf, nicht zu viel Druck auszuüben. Das erhöht die Gefahr, dass sich die Viren auch in den Nasennebenhöhlenbereich ausbreiten und so eine Sinusitis entsteht. Aktuellen Ergebnissen aus der Wissenschaft zu Folge ist auch das Nase hochziehen besser, als häufiges Schnäuzen.

Sollte sich bereits eine Sinusitis entwickelt haben, kann eine Bestrahlung mit Rotlicht Linderung verschaffen.

Wann zum Arzt?

In diesen Fällen sollte bei Schnupfen der Arzt aufgesucht werden:

  • Starkes Druckgefühl im Stirnbereich bzw. im Bereich der Nebenhöhlen, das sich beim Bücken verstärkt (Verdacht auf Nasennebenhöhlenentzündung)
  • Fieber
  • Wenn der Schnupfen sich nach 7 Tagen nicht bessert

Sollten Sie nicht sicher sein – im Zweifelsfall lohnt sich immer der Gang zum Experten!

Do:

  • Inhalationen
  • Salzwasser hochziehen
  • Raumluft befeuchten

Don´t:

  • Ätherisches Öl (in Inhalationen, Einreibungen und in der Badewanne)
  • Gut zu wissen:

    Nasensprays der neuen Generation enthalten neben dem abschwellenden Wirkstoff auch den Schleimhautschutz Dexpanthenol.

    Wenden Sie abschwellendes Nasenspray nie länger als 7 Tage ohne Anweisung vom Arzt an, so vermeiden Sie zuverlässig die Gefahr von Nasenspraysucht.

    Greifen Sie bei Kindern auf spezielle Präparate mit der geeigneten Dosierung für Kinder zurück.

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