Die Erkältung: Eine häufige Infektion der oberen Atemwege

Die Erkältung: Eine häufige Infektion der oberen Atemwege

Bei einer Erkältung handelt es sich um eine Infektion der oberen Atemwege. Man bezeichnet die Erkältung auch als grippalen Infekt.

Während eine Grippe (Influenza) die Betroffenen meist von jetzt auf gleich niederstreckt, entwickelt sich eine Erkältung eher schleichend. Normalerweise verläuft eine Erkältung mild und klingt nach 1 bis 2 Wochen ab.

Die Ursachen einer Erkältung: Viren als Übeltäter

Es gibt eine beinahe unendliche Vielzahl an Viren, die eine Erkältung auslösen kann. Tatsächlich sind heute über 100 verschiedene Viren als mögliche Übeltäter bekannt. Allen voran die Rhino- und Adenoviren. Die Influenza (echte Grippe) hingegen wird nur durch einen Virus ausgelöst: Das Influenza-Virus (Typ A oder B).

Wie kommt es nun zu einer Infektion mit diesen Erkältungsviren? Experten sprechen hier von einer sogenannten Tröpfcheninfektion. Die Übertragung erfolgt, wenn Viren durch winzige Tröpfchen von Mensch zu Mensch gelangen. Das kann zum Beispiel beim Husten, Sprechen oder auch beim Niesen der Fall sein. Doch damit nicht genug. Denn diese Tröpfchen, die die Übeltäter an Bord haben, machen es sich auch gerne mal auf Türklinken oder an den Haltevorrichtungen im Bus bequem. Hier lauert also ebenfalls Ansteckungsgefahr! Man spricht bei dieser Art der Übertragung von einer Kontaktinfektion.

Hier lesen Sie, wie Sie sich vor Erkältungsviren schützen können.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Die typischen Symptome einer Erkältung

Typische Symptome einer Erkältung sind Schnupfen, Halsschmerzen teilweise mit Heiserkeit und Husten. Das Fieber liegt im Gegensatz zum hohen Fieber bei einer Grippe im gemäßigten Bereich (unter 39 Grad Celsius). Allerdings kann eine Erkältung auch mit Kopfschmerzen, Müdigkeit und Gliederschmerzen einhergehen.

Eine Erkältung entwickelt sich häufig in Etappen – ein Symptom folgt im Verlauf der Erkältung auf ein anderes. Besonders typisch zu Beginn einer Erkältung ist ein Kratzen im Hals. Erst später folgen Schnupfen, Halsschmerzen und Husten. Die Viren verlagern sich nach und nach von den oberen auf die unteren Atemwege.

Sinusitis, Bronchitis & Co.: Wenn die Erkältung anderen Krankheiten den Weg ebnet

Nicht selten bleibt es nicht bei den bekannten Erkältungssymptomen. Auf dem Boden der Erkältung und dem geschwächten Immunsystem entwickeln sich andere Krankheiten. Schmerzhafter Husten mit Auswurf beispielsweise kann Hinweis auf eine Bronchitis sein, ein starkes Druckgefühl im Stirnbereich, das sich beim Bücken verstärkt, könnte auf eine Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) hinweisen. Suchen Sie also unbedingt einen Arzt auf, wenn einzelne Erkältungsbeschwerden an Intensität zunehmen bzw. hohes Fieber dazu kommt. Auch bei Symptomen, die länger als 7 Tage anhalten, ist es ratsam, einen Arzt zu konsultieren.

Hilfe bei Erkältungsbeschwerden:

Zur Linderung der üblichen Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen, Husten oder Halsschmerzen stehen verschieden Möglichkeiten zur Verfügung. Bewährt hat sich eine Kombination aus medikamentöser Behandlung und traditionellen Hausmitteln. Insbesondere Arzneimitteln auf pflanzlicher Basis kommt bei der Therapie der Erkältung eine wichtige Rolle zu.

Medikamentöse Behandlung und bewährte Arzneipflanzen

Das Spektrum der Möglichkeiten einer medikamentösen Behandlung von Erkältungskrankheiten ist groß. Es reicht von Halstabletten, Hustenlösern und Hustenstillern über moderne Nasensprays mit integriertem Schleimhautschutz (Nasensprays mit Dexpanthenol) bis hin zu Arzneimitteln, die die Abwehrkräfte stärken und einen antiviralen Effekt besitzen.

Ebenso breit wie das Angebot an Fertigarzneien ist die Bandbreite an Arzneipflanzen, die hier verwendet werden. Denn gerade bei einer Erkältung steht uns die Kraft der Natur besonders hilfreich zur Seite.

Zu den wichtigsten Arzneipflanzen, die als pflanzliche Arzneimittel gegen Erkältung zum Einsatz kommen, zählen zum Beispiel Thymian und Primel als Schleimlöser bei produktivem Husten, Sonnentau bei Reizhusten oder auch indianischer Wasserdost zur Stärkung der körpereigenen Abwehr.

Hier hat die Natur einiges für unsere Gesundheit zu bieten! Nach etwa 7 Tagen ist dann meist alles überstanden.

Hausmittel bei Schnupfen, Husten und anderen Erkältungssymptomen

Grundsätzlich stehen auch zahlreiche Hausmittel bei Erkältung zur Verfügung, die sich zur Linderung der Beschwerden bewährt haben. Salbeitee bei Halsschmerzen, Wadenwickel bei Fieber oder Salzwasser für die verstopfte Nase – manchmal sind es eben gerade die Rezepte aus Oma´s Hausapotheke, die bei einer Erkältung auf sanfte Art und Weise helfen und die medikamentöse Therapie unterstützen können. Insbesondere eine Erkältung bei Kindern kann mit Hausmitteln sanft behandelt werden. Bei Kindern hat schließlich eine nebenwirkungsarme und gut verträgliche Therapie oberste Priorität!

Allgemeine Do´s and Dont´s bei einer Erkältung

Grundsätzlich gilt bei einer Erkältung: Schonen Sie sich. Nicht umsonst heißt es: Schlaf ist die beste Medizin. Es muss nicht unbedingt strikte Bettruhe sein, aber dennoch sollte auf körperliche Anstrengung und Sport für ein paar Tage verzichtet werden. Führen Sie dem Körper ausreichend Flüssigkeit zu und gleichen Sie so den Flüssigkeitsverlust insbesondere bei Fieber aus. Ideal sind warme Getränke wie Tees. Auf Alkohol und Nikotin sollte verzichtet werden.

Empfehlenswert sind auch Inhalationen bzw. die Befeuchtung der Raumluft (z.B. feuchte Tücher über die Heizung legen). Gerade bei trockenem Husten eine echte Wohltat!

Hier finden Sie detaillierte Informationen zur Behandlung typischer Erkältungsbeschwerden.

Und wie sieht es mit Antibiotika bei einer Erkältung aus?

Antibiotika sind bei einer Erkältung normalerweise nicht angezeigt. Der Grund: Antibiotika wirken gegen Bakterien, nicht aber gegen Viren. Und eine Erkältung wird nun einmal üblicherweise durch Viren ausgelöst. Hier können also Antibiotika wenig ausrichten. Sollte sich allerdings auf dem Boden einer Erkältung eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder eine bakterielle Bronchitis entwickeln, sind Antibiotika in der Regel das Mittel der Wahl.

Wie kann ich mich vor einer Erkältung schützen? Tipps zur Vorbeugung

Wer sich vor einer Erkältung schützen möchte, der sollte grundsätzlich darauf achten, sein Immunsystem fit zu halten. Ausgewogene Ernährung, die reich an Vitaminen ist mit viel Obst und Gemüse, Bewegung und Stressabbau können helfen, die körpereigene Abwehr in Schwung zu bringen. Auch Zink und Vitamin C haben sich für ein starkes Immunsystem bewährt.

Die besten Tipps für ein starkes Immunsystem haben wir hier für Sie zusammengestellt. Natürlich spielt auch die Hygiene eine wichtige Rolle, wenn es geht, sich vor einer Tröpfcheninfektion zu schützen.

Hier finden Sie die besten Tipps zum Schutz vor den Erkältungsviren.

Eine Impfung kann uns übrigens nicht vor Erkältungsviren schützen. Allerdings steht uns die Grippeschutzimpfung zum Schutz vor Influenza-Viren zur Verfügung. Diese Grippeschutzimpfung wird insbesondere Menschen über 60 Jahre und Menschen mit chronischen Erkrankungen empfohlen. Man kann sich also durch eine Impfung vor einer Grippe, nicht aber vor einer Erkältung schützen.

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