Husten bei Erkältung

Husten bei Erkältung

Husten ist neben Schnupfen und Halsschmerzen eines der ersten Anzeichen für einen grippalen Infekt. Ein trockener Reizhusten (unproduktiver Husten) ist typisch für den Beginn einer Erkältung.

Nach einigen Tagen kann sich aus dem trockenen Reizhusten ein sogenannter produktiver Husten entwickeln. Dieser produktive Husten ist gekennzeichnet durch Schleimbildung und Auswurf.

Bei Husten im Rahmen von Erkältungen können, je nach vorliegender Hustenart, Hustenstiller oder Hustenlöser zum Einsatz kommen. Bewährt haben sich hier Arzneimittel auf pflanzlicher Basis wie zum Beispiel mit kombiniertem Thymian und Primel, um Husten effektiv zu lösen.

Gut zu wissen

Hustenstiller und Hustenlöser sollten nicht gleichzeitig eingenommen werden; Hustenstiller eher nachts, Hustenlöser am Tag.

Sonnentau hingegen gilt als natürlicher Hustenstiller. Darüber hinaus können natürlich auch altbewährte Hausmittel wie Hustentees oder Inhalationen helfen, um das Abhusten zu erleichtern. Rauchen ist bei Husten tabu, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie eine ausreichend feuchte Raumluft dagegen unbedingt empfohlen.

Hier erfahren Sie mehr über die Behandlung von Husten bei Erkältungen.

Achtung Verwechslungsgefahr: Bronchitis

Bronchitis

Auslöser: Viren oder Bakterien
Typisch: Schmerzhafter Husten und Auswurf, Fieber
Gut zu wissen: Weißlicher Auswurf deutet auf Viren hin, gelblicher Auswurf auf Bakterien.

Auch eine Bronchitis kann zunächst mit trockenem schmerzhaften Reizhusten beginnen. Hier besteht also Verwechslungsgefahr! Tatsächlich entwickelt sich eine akute Bronchitis besonders häufig im Rahmen einer virusbedingten Erkältung. Die Viren verlagern sich sozusagen vom Nasen-Rachen-Raum auf die Bronchien. Mitunter kommt es aber auch vor, dass Bakterien die Bronchitis auslösen. Die Folge ist dann eine langwierige Infektion von bis zu drei Wochen. Auch bei einer bakteriellen Bronchitis ist eine Erkältung häufig vorangegangen – sie hat das Immunsystem geschwächt und den Erregern den Weg geebnet.

Wie erkennt man nun eine akute Bronchitis und kann diese auch von einem „herkömmlichen“ Husten unterscheiden?

Es gibt einige typische Symptome, die darauf hindeuten, dass eine akute Bronchitis vorliegt:

  • Schmerzhafter Hustenreiz & vermehrte Schleimbildung
  • Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • Müdigkeit
  • Fieber

Sollte eine akute Bronchitis vorliegen, kann der Arzt die entsprechende Behandlung einleiten. Liegt eine virusbedingte Bronchitis vor, können beispielsweise Inhalationen oder Hustentees Linderung verschaffen. Statt Hustenstillern eignen sich bei einer akuten Bronchitis eher Schleimlöser, denn so kann der infektiöse Schleim besser abgehustet werden.

Bei einer bakteriellen Bronchitis können Antibiotika angezeigt sein.

Hier lesen Sie mehr über Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie und Möglichkeiten zur Vorbeugung einer Bronchitis.

Husten bei einer echten Grippe (Influenza)

Auch bei einer echten Grippe (Influenza) kann trockener Husten auftreten. Er geht dann meist einher mit ausgeprägtem Krankheitsgefühl, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen. Bei einer Grippe tritt darüber hinaus meist hohes Fieber auf (über 39 Grad Celsius).

Sind die Beschwerden, mit denen der Husten einhergeht, also eher heftig und beginnen diese Beschwerden beinahe schlagartig, liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine echte Grippe handelt. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann einen sogenannten Schnelltest auf Influenza-Viren durchführen und die entsprechende Behandlung (Bettruhe, eventuell spezielle Grippemedikamente) einleiten.

Die wichtigsten Unterschiede von Grippe und Erkältung können Sie hier nachlesen.

Wann zum Arzt bei Husten?

Sollte u.a. einer der folgenden Punkte bei Ihnen zutreffen, gilt es, bei Husten einen Arzt aufzusuchen:

  • Atembeschwerden
  • Atemnot
  • Hohes Fieber
  • Gelblicher Auswurf
  • Husten von Blut
  • Bei Beschwerden, die länger als 7 Tage anhalten
  • Plötzlich auftretender Husten, der mit Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen sowie ausgeprägtem Krankheitsgefühl einhergeht
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