Schnupfen als Symptom einer Erkältung

Schnupfen als Symptom einer Erkältung

Schnupfen wird häufig von Rhinoviren ausgelöst und ist ein typisches Symptom einer Erkältung. Man spricht in diesem Fall von einer Rhinitis. Einen Schnupfen kennt jeder: Eine laufende oder verstopfte Nase und Niesattacken machen den Alltag zur Qual.

Doch was passiert beim Schnupfen eigentlich im Körper? Handelt es sich um einen akuten infektiösen Schnupfen, sorgen die Rhinoviren für eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Die Folge: Die Schleimhaut schwillt an und sondert Sekret ab.

Bei Schnupfen haben sich abschwellende Nasensprays bewährt. Moderne Nasensprays enthalten zusätzlich zum abschwellenden Wirkstoff auch einen speziellen Schleimhautschutz: Dexpanthenol. Doch auch ein Schnupfenspray der neueren Generation sollte nicht länger als 7 Tage durchgehend angewendet werden.

Grundsätzlich können übrigens auch andere Ursachen für eine entzündete Nasenschleimhaut in Frage kommen. Neben Viren sind das beispielsweise Bakterien, Nikotin oder Allergene.

Hier finden Sie Wissenswertes rund um die Behandlung von Schnupfen.

Die Gefahr wenn sich der Schnupfen festsetzt: Sinusitis

Wird ein Schnupfen nicht behandelt, droht häufig eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis). Und das kann ganz schön unangenehm sein: Der Kopf drückt und schmerzt, beugt man sich hinab, verstärkt sich der Schmerz.

Wie kommt es dazu? Nun, es besteht eine direkte Verbindung zwischen der Nasenschleimhaut zur Schleimhaut der Nasennebenhöhlen. Die Entzündung greift also von der einen auf die nächste Schleimhaut über. Das Sekret, das hier angesammelt ist, kann durch die Schwellung nicht abfließend. Es kommt zum Sekretstau, der sich im typischen Kopfdruck äußert. Dieses angestaute Sekret erhöht übrigens auch die Infektion mit Bakterien.

Umso wichtiger ist es daher, bei Schnupfen frühzeitig einem Festsetzen des Schleims vorzubeugen. Hier hat sich beispielsweise der Wirkstoff Cineol bewährt. Noch ein Tipp: Durch Schnäuzen wird erhöhter Druck ausgeübt, das Sekret gelangt möglicherweise von der Nase in die Nebenhöhlen. Ziehen Sie also öfter mal die Nase hoch, wenn Sie dazu die Gelegenheit haben.

Hier lesen Sie mehr über Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie und Möglichkeiten der Vorbeugung einer Sinusitis.

Heuschnupfen oder Erkältung wo liegt der Unterschied?

Die Nase läuft, die Augen brennen und jucken? Möglicherweise steckt auch eine Allergie hinter Ihrem Schnupfen. Man spricht dann von einer allergischen Rhinits.

Bei Heuschnupfen beispielsweise reagieren Allergiker typischerweise auf bestimmte Pollen, zum Beispiel Gräserpollen, Birke oder Haselnuss mit laufender Nase, Niesattacken, roten und entzündeten Augen. Die allergische Reaktion setzt im direkten Kontakt mit dem Allergen ein, also zum Beispiel, wenn man es sich gerade auf der Picknickdecke auf der Weise so richtig bequem gemacht hat.

Einen Heuschnupfen erkennt man am typischen wässrigen und ganz klaren Sekret – im Gegensatz zum Erkältungsschnupfen. Gerade wenn der Schnupfen eben nicht ganzjährig sondern beispielsweise nur im Frühling oder Sommer auftritt, ist es naheliegend, dass es sich um einen Heuschnupfen handelt.

Diese Symptome sprechen u.a. für einen Heuschnupfen:

  • Tränende Augen bzw. Bindehautentzündung
  • Juckende und brennende Augen
  • Niesanfälle
  • Klares, wässriges Sekret
  • Fließschnupfen, verstopfte Nase
  • Hautjucken
  • Kopfschmerzen
  • Husten, Atembeschwerden

Übrigens kann zum Beispiel auch die häufige Hausstaubmilben-Allergie Fließschnupfen zur Folge haben. Da sich Milben vor allem in unseren Matratzen tummeln und sie hier ihren allergieauslösenden Kot ablegen, tritt der allergische Schnupfen dann besonders häufig direkt nach dem Aufwachen zutage.

Bei Verdacht auf eine Allergie: Check beim Arzt

Bei Verdacht auf eine Hausstaubmilbenallergie oder auf Heuschnupfen sollten Sie Ihren Hausarzt oder Hautarzt (Dermatologen) aufsuchen. Dies ist auch dringend zu empfehlen, denn sonst droht die Gefahr, dass der allergische Schnupfen chronisch wird und sich möglicherweise ein allergisches Asthma dazu entwickelt.

Der Arzt kann eine Allergie relativ leicht diagnostizieren (beim Prick-Test wird die Haut an unterschiedlichen Stellen minimal eingeritzt und verschiedene Allergene aufgetragen. Die allergische Reaktion wird beobachtet), indem er das Allergen bestimmt und die entsprechenden Maßnahmen einleitet. Bei Heuschnupfen zum Beispiel kann die Pflanzenmedizin gute Dienste leisten. Indisches Lungenkraut beispielsweise ist eine mögliche Therapie bei Heuschnupfen durch eine Arzneipflanze. Übrigens ist das indische Lungenkraut auch unter dem Namen Adhatodapflanze bekannt. Die klassische Therapie von Heuschnupfen setzt auf Antihistaminika.

Sollte eine Hausstaubmilbenallergie diagnostiziert werden, können beispielsweise spezielle Matratzenbezüge dafür sorgen, dass der direkte Kontakt mit dem Allergen unterbunden wird. Es gibt also bei jeder Allergie die richtigen Maßnahmen, um den lästigen Schnupfen endlich loszuwerden!

Gut zu wissen: Wann bei Schnupfen zum Arzt?

Auch bei Schnupfen kann es in manchen Fällen sinnvoll sein, einen Arzt aufzusuchen. Das gilt beispielswiese, wenn der Schnupfen länger als eine Woche anhält oder auch Fieber und Kopfschmerzen dazu kommen. Sollten Sie ein starkes Druckgefühl im Kopf verspüren, das sich beim Bücken verstärkt, liegt möglicherweise eine Sinusitis vor. In diesem Fall ist ebenfalls der Gang zum Arzt empfehlenswert.

Auch wenn Sie besonders häufig an einer Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) leiden (mehrmals im Jahr), sollten Sie einen Experten aufsuchen. Möglicherweise liegt eine anatomische Engstelle für die häufige Erkrankung zugrunde, die heute durch einen operativen Eingriff behoben werden kann.

Sollten Atemnot oder asthmatische Beschwerden hinzukommen, wird der Arztbesuch dringend empfohlen.

Schnupfen bei Kleinkindern

Eltern aufgepasst!

Für Babys und Kinder nur spezielle Nasensprays in geeigneter Dosierung verwenden!

Kleinkinder und Babys leiden häufig unter Schnupfen. Das Problem: Das Durch-den-Mund-Atmen fällt ihnen schwer, gerade Säuglinge sind schlichtweg dazu nicht in der Lage. Umso wichtiger ist es, bei einer verstopften Nase schnell Abhilfe zu schaffen. Schon bei Kindern ab zwei Jahren können abschwellende Nasensprays das Atmen erleichtern. Heute gibt es Nasensprays der neuen Generation, diese modernen Schnupfensprays wirken nicht nur abschwellend, sondern helfen dank des in ihnen enthaltenen Wirkstoffs Dexpanthenol auch gegen die wunde Schleimhaut.

Wichtig zu wissen:

Verwenden Sie bei Säuglingen und Kleinkindern nie Nasensprays für Erwachsene, denn diese sind zu hoch dosiert. Greifen Sie immer auf spezielle Nasensprays bzw. Tropfen zurück, die speziell für Kinder im entsprechenden Alter gedacht sind. Ideal sind Nasensprays mit einem abschwellenden und schleimhautschützenden Wirkstoff ohne Konservierungsstoffe. Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Apotheker.

Hier lesen Sie mehr über Schnupfen bei Kindern.

Gut zu wissen

  • Setzt sich ein Schnupfen fest, droht eine Nasennebenhöhlenentzündung
  • Bei anhaltendem Fließschnupfen könnte eine Allergie dahinter stecken
  • Moderne Schnupfenspraysenthalten einen speziellen Schleimhautschutz
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