Therapie der akuten Sinusitis

Therapie der akuten Sinusitis

Bei der Therapie der akuten Sinusitis geht es primär darum, die Belüftung der Nasennebenhöhlengänge wieder herzustellen. Der Schleim muss gelöst werden, eventuell vorhandene Bakterien gilt es, gezielt zu bekämpfen.

Zum akuten Abschwellen der Nasenschleimhaut bringt der Arzt zunächst häufig eine sogenannte „hohe Einlage“ ein, also einen Wattebausch mit abschwellenden Nasentropfen.

In der Regel heilt eine Sinusitis ohne Komplikationen innerhalb weniger Tage ab.

Hilfe aus der Apotheke bei Sinusitis

Eine Sinusitis wird in leichten Fällen eher symptomatisch behandelt. Es geht dabei vor allem darum, den Schleim zu lösen und die Schleimhaut zum Abschwellen zu bringen.

Abschwellende Medikamente

Bei einer verstopften Nase können abschwellende Nasensprays zum Beispiel mit Oxymetazolin oder Xylometazolin hilfreich sein. Moderne Nasensprays der neuen Generation verfügen zusätzlich zu dem abschwellenden Wirkstoff auch über einen Schleimhautschutz mit pflegendem Dexpanthenol. Abschwellende Nasensprays sollten allerdings nicht länger als 7 Tage ohne ärztlichen Rat eingenommen werden, um einer Nasensprayabhängigkeit vorzubeugen. Achten Sie bei Kindern darauf, entsprechende Präparate mit der richtigen Dosierung für Kinder zu kaufen.

Schleimlöser

Als Schleimlöser stehen unterschiedliche Wirkstoffe zur Verfügung: Auf chemisch-synthetischer Seite handelt es sich hier insbesondere um die Wirkstoffe Bromhexin, Ambroxol und Acetylcystein.

Reines Cineol bei Sinusitis

Alternativ können sogenannte Phytotherapeutika, also Schleimlöser auf pflanzlicher Basis eingesetzt werden. Diese enthalten zum Beispiel aus dem Eukalyptusöl isoliertes, reines Cineol. Reines Cineol wirkt entzündungshemmend, schleimlösend und entkrampfend und kann so dem Sekretstau entgegen wirken. Präparate mit reinem Cineol, wie beispielsweise Kapseln oder Balsam, können bei Kindern ab 2 Jahren angewendet werden. Denn isoliertes Cineol ist im Gegensatz zum ätherischen Öl des Eukalyptus deutlich besser verträglich. Cineol steht übrigens auch zum Einreiben für die Brust und als Zusatz für Inhalationen zur Verfügung.

Gut zu wissen:

Cineol in der modernen Wissenschaft

Cineol ist aufgrund seiner schleimlösenden und entzündungshemmenden Wirkung bei Sinusitis Gegenstand zahlreicher wissenschaftlicher Abhandlungen. So hat auch die renommierte Expertengruppe der Europäischen Akademie für Allergie und klinische Immunologie (EAACI) und der Europäischen Rhinologic Society (ERS) den pflanzlichen Wirkstoff Cineol in ihre Leitlinien aufgenommen.

Quelle: Leitlinie zur Behandlung von Sinusitis und Nasenpolypen (EPOS)

Antibiotika und Schmerzmittel

Sollten Bakterien im Spiel sein, wird der Arzt in der Regel ein Antibiotikum verordnen. Das Antibiotikum wird 10 -14 Tage lang eingenommen. Sollten starke Schmerzen vorliegen, können Schmerzmittel eingenommen werden. Achtung: Acetylsalicylsäure ist für Kinder nicht geeignet! Fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Apotheker, welches Schmerzmittel für Ihr Kind in Frage kommt.

Heilpflanzen bei Sinusitis

Es gibt verschiedene Heilpflanzen, die einen schleimlösenden und abschwellenden Effekt haben.

Zu diesen zählen:

  • Lindenblüten
  • Eisenkraut
  • Holunder
  • Schlüsselblume (Primel)

Darüber hinaus sind bei Sinusitis entzündungshemmende Heilpflanzen ideal. Zum Beispiel:

  • Kamille
  • Engelwurz
  • Thymian

Nutzen Sie die Kraft dieser Heilpflanzen zum Beispiel in Form von wohltuenden Kräutertees. Fragen Sie Ihren Apotheker, nach der idealen Mischung.

Bewährte Hausmittel bei Sinusitis

  • Dampfinhalationen können helfen, den festsitzenden Schleim zu lösen. Zur Inhalation ist Salzwasser, Kamille oder Salbei geeignet.
  • Inhalieren von Zwiebeltee
  • Inhalieren mit ätherischen Ölen wie Eukalyptusöl. Vorsicht! Nicht für Kleinkinder unter 3 Jahren geeignet. Ätherische Öle können für Kleinkinder und Babys schädlich sein. Besser sind isolierte Wirkstoffe wie beispielsweise reines Cineol. Cineol ist als Inhalations-Zusatz in Form von Tropfen für Kinder ab 2 Jahren geeignet.
  • Rotlicht-Bestrahlungen, um die Entzündung einzudämmen

Wichtig:

Lassen Sie Kinder niemals alleine inhalieren, sondern bleiben Sie in der Nähe! Sorgen Sie dafür, dass das Inhalationsgefäß sicher und fest steht. Testen Sie selbst, ob der Wasserdampf eine angenehme Temperatur hat.

Allgemeine Tipps bei Sinusits

Grundsätzlich sollten Sie bei einer Sinusitis ausreichend trinken, um den Schleim zu verflüssigen. 2-3 Liter Flüssigkeit pro Tag sind ideal – und das zusätzlich zur normalen Flüssigkeitszufuhr. Es werden Tee, Wasser und verdünnte Fruchtsäfte empfohlen.

Lagern Sie beim Schlafen den Kopf erhöht, so kann der Schleim besser abfließen.

Befeuchten Sie die Raumluft ausreichend, zum Beispiel mit einem feuchten Tuch über der Heizung.

Operative Eingriffe bei Sinusitis

Operative Eingriffe werden bei einer Sinusitis in der Regel nur dann durchgeführt, wenn es sich um die chronische Sinusitis handelt. In diesem Fall kann es zum Beispiel sinnvoll sein, eine verkrümmte Nasenscheidewand zu korrigieren oder Nasenpolypen zu entfernen. Bei Kindern werden mitunter vergrößerte Rachenmandeln entfernt, die teilweise für eine chronische Sinusitis verantwortlich sein können.

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